Das ist nicht mit einem Satz zu beantworten! Aus dem Blick in die Geschichte wissen wir: Von der Stammeszugehörigkeit sind die Coburger Franken, jedoch mit thüringischem und slawischem Einschlag.
Ein Coburger Reiseführer des Jahres 1886 beschrieb den Coburger so: „Obwohl Coburg politisch zu Thüringen gehört (Anm.: das war 1886!), so ist doch die Be- völkerung fränkischen Stammes, und demgemäß finden wir in Coburg frän kische Sitten und Eigentümlichkeiten mit manchen Gebräuchen der Thüringer vermischt, wie auch hinsichtlich der Sprache in dem coburgischen Dialekt sowohl bayerische wie sächsische Anklänge vernehmbar sind, letztere bei weitem schwächer. Als besonders hervorragende Eigenschaften im Charakter der Co- burger müssen Ehrlichkeit, sowie eine gewisse Einfachheit und liebenswürdige Natürlichkeit in den Umgangsformen gerühmt werden; die den Coburgern eigen- tümliche Derbheit artet im allgemeinen keineswegs in Schroffheit aus, sondern bewahrt meist den Charakter einer durchaus gutartigen Geradheit.”
Das mag wohl auch heute noch gelten, wobei jedoch die Völkerverschiebungen nach dem 2. Weltkrieg und die Wanderbewegungen durch die Mobilität unserer Tage, insbesondere nach der Wiedervereinigung, aber auch der Zuzug von deutschen bzw. deutschstämmigen Aussiedlern aus Osteuropa und die Einbür- gerung von Ausländern nicht ohne Auswirkungen blieben.
Das Coburger Land ist für sie alle ein liebenswertes Zuhause. Die Landkreis- bürgerinnen und -bürger, die heute hier leben, sind heitere und fleißige Men- schen; sie sind bei aller Traditionsverbundenheit zielstrebig und aufgeschlossen für Modernität und Fortschritt. Tradition und Brauchtum des Coburger Landes - aber auch anderer Völkergruppen - werden gepflegt. man arbeitet zusammen und man feiert auch gerne zusammen, wie die vielen Feste beweisen.
Beispelhaft sind hier nur angeführt: das Puppenfestival in Neustadt b. Coburg, das Altstadtfest in Seßlach, die Museums-, Trachten- und Schützenfeste, Hand- werkermärkte etc. Alle Menschen im Landkreis Coburg- die Einheimischen wie die Neubürger - verbindet ein Zusammengehörigkeitsgefühl in dem Wissen, dass es sich hier gut leben lässt.