Das Coburger Land, in dem verschiedene Naturräume zusammentreffen, birgt einen hohen Reichtum an naturnahen Vegetationseinheiten mit einer hohen Artenvielfalt.
Dass seltene und vom Austerben bedrohte Tier- und Pflanzenarten in über- schnittlicher Anzahl hier noch existieren können, liegt vor allem daran, dass sich im Schatten der bis 1989 unddurchlässigen Grenze nach Thüringen noch große, unzerschnittene Lebensräume erhalten konnten. Im Jahre 1990 durchgeführte Bestandserhebungen bestätigten dies eindrucksvoll. Selbst vom Aussterben bedrohte Arten wurden nachgewiesen.
Aufgabe und Ziel des Landkreises Coburg ist der großräumige Erhalt aller wert- vollen Gebiete. Bis Ende 2004 wurden daher 10,3% der Coburger Kreisfläche für den großräumigen europäischen Schutzgebietsverbund "NATURA 2000" vom Freistaat Bayern an die EU gemeldet. Zusammen mit weiteren kleineren "geschützten Landschaftsbestandteilen" und Naturdenkmälern und einem wei- teren Naturschutzgebiet sind somit etwa 11% der Landkreisfläche als ver- gleichsweise "strenge" Schutzgebiete gesichert. Hinzu kommen noch mehrere Landschaftsschutzgebiete.
Um auch die Renaturierung von beeinträchtigten Landschaftsräumen, die Neu- schaffung von Biotopen, sowie deren Vernetzung mit bestehenden Biotopen zu gewährleisten, wurde im Sommer 1991 der Landschaftspflegeverband Coburger Land e. V. ins Leben gerufen, der seither überaus erfolgreich tätig war. Momentan wird mit den Thüringer Nachbarlandkreisen ein grenzüber- schreitendes Naturschutzprojekt von gesamtstaatlicher Bedeutung am ehema- ligen innerdeutschen Grenzstreifen ( "Grünes Band" ) vorbereitet, das vom Bund für Naturschutz vorgeschlagen wurde.
Es ist daher zu hoffen, dass es gelingt , den natürlichen Reichtum des Coburger Raumes zu erhalten.