Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!


Ich wende mich heute an alle diejenigen von Ihnen, die sich bisher mit der AGENDA 21 noch nicht näher beschäftigt haben. Natürlich ist jedem der Begriff schon begegnet, aber vielleicht haben viele gedacht: "Was ist das überhaupt? Da bin ich persönlich doch sowieso nicht angesprochen!"

Was die AGENDA 21 bedeutet, aus welchen Gründen und wie sie entstanden ist und dass sie uns alle angeht, das erfahren Sie bei der Lektüre dieser Information.

Was im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung unserer näheren Heimat, unseres Landkreises, zu tun ist, kann vom Kreis nicht verordnet werden. Es ist hierzu vielmehr auch die Mitverantwortung und Mitarbeit aller gesellschaftlichen Gruppen erforderlich. Der Dialog mit den verschiedenen Interessenvertretern ist im Gange und unsere Bemühungen gehen dahin, auch bisher nicht beteiligte Organisationen für den AGENDA-Prozess zu gewinnen, um insbesondere den sozialen Aspekt ausgewogen berücksichtigen und ethischen Grundsätzen Rechnung tragen zu können.

Auch Sie können über Ihre Heimatgemeinde oder über Ihre sonstigen Interessenvertretungen Ihre Gedanken und Vorstellungen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung in den AGENDA-Prozess mit einfließen lassen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, unsere Zukunft mitzugestalten und lebenswert zu erhalten!

Darüber hinaus sollte jeder Einzelne von uns seinen ganz persönlichen aktiven Beitrag zur AGENDA 21 leisten. Sie fragen: "Wie soll das gehen?"

Handeln Sie umweltverträglich und sozial, z. B. beim Einkaufen, beim Bauen und Wohnen etc. Erklären Sie Ihren Kindern die Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und den Abläufen in der Natur und seien Sie ihnen ein gutes Vorbild. Steigen Sie doch öfter mal um auf Bus und Bahn.

Vielleicht meinen Sie, bei uns sei das doch gar nicht nötig?

Aber: Gerade weil der Standard des Umweltschutzes bei uns hoch ist und das soziale Netz trägt, gerade weil wir trotz aller Probleme eine stabile Wirtschaftslage haben, müssen wir die Herausforderung annehmen, dies zu erhalten und dort Verbesserungen anbringen, wo wir es alle wünschen.

Das Eintreten für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen muß in unserem Verständnis ebenso selbstverständlich werden wie die Verpflichtung zu sozialem Handeln. Wichtigstes Ziel ist, auf allen Ebenen der Gesellschaft ein Verantwortungsbewusstsein zu bilden, das sich darauf gründet, die Natur zu achten und die Schöpfung zu respektieren und das uns veranlasst, sie in ihrem Reichtum und ihrer Schönheit auch für künftige Generationen zu bewahren.

Helfen Sie mit, diese Verantwortung zu tragen!


 

Ihr Michael Busch
Landrat des Kreises Coburg


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