Kompostierbare Abfälle machen rund ein Drittel unseres Hausmülls aus. Dennoch landet der wertvolle Rohstoff, aus dem Dünger für die Pflanzen werden kann, oft noch ungenutzt in der Mülltonne.
Das muß nicht sein.
Mit einfachen Mittel kann fast jeder selbst aus Bio-Abfällen wertvollen Kompost machen (siehe auch kompostberatung.ch). Für viele Kleinstlebewesen sind unsere Abfälle ein gefundenes Fressen. Besonders für Gartenbesitzer lohnt sich die Sache
Das Kompostieren reduziert Müllberge und Sie gewinnen wertvolle Humussubstanzen zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Düngen mit Kompost kann so organische und mineralische Düngung im Garten einschränken.
Grüngut und andere Stoffe aus dem Garten:
Frischer Rasenschnitt: Um unangenehmen Geruch und Fäulnis zu vermeiden Rasenschnitt vorm Kompostieren anwelken lassen und danach gut mit strukturstabilem Material (z.B. Holzhäcksel, Laub oder Siebrest vom fertigen Kompost) vermischen.
Äste und Zweige von Laub- und Nadelgehölzen werden als strukturgebendes Material bei der Kompostierung benötigt. Bitte Gehölze vorher zerkleinern/häckseln!
Gemüse- und Obstreste:
Da diese Materialien viel Wasser haben, sollten sie ebenfalls mit strukturgebendem Material vermischt und kompostiert werden. Um Fliegen- und Ungezieferbefall zu vermeiden, sollten Sie die Reststoffe leicht in den Komposthaufen einarbeiten.
Schalen von Südfrüchten:
Nach Ergebnissen neuerer Untersuchungen sind diese bedenkenlos kompostierbar.
Papier / Pappe:
Grundsätzlich gehören diese in die "Grüne Tonne"!
Aber "Knüllpapiere", wie z. B. Wischpapier, Obst- und Brötchentüten u.s.w. sind kompostierbar. In kleinere Stücke zerrissen, eignen sie sich gut zur Mischung mit feuchter Grünmasse, o.ä..
Ideal zum Kompostieren sind ferner:
Tee- und Kaffeereste mit Filter, Haar- und Bartschnitt, Kleintiermist, Späne von unbehandeltem Holz.
Kompoststapel direkt auf gewachsenen Boden anlegen um Nässestau zu vermeiden und Austausch mit belebtem Untergrund zu gewährleisten.
Kompost öfters lockern (z.B. mit Besenstiel oder Grabgabel).
Mit ausgereiftem Kompost frisches Material "impfen" um die Rotte zu beschleunigen.
Zum Schutz vor Vernässen und Austrocknen Kompostplatz nach Möglichkeit im Schatten von Bäumen und Sträuchern anlegen.
Bei Hitze und verstärktem Anfall von trockenem Material Kompoststapel gießen.
Mit Krankheiten (z. B. Kohlhernie) befallene Pflanzen nicht kompostieren.
Stickstoffarmes Material wie Laub oder Stroh mit stickstoffreichen Pflanzenteilen (z.B. Gras) mischen.

Lose aufgeschüttet.
Schnell- und Lattenkomposter sind in kleineren Gärten vorteilhafter.
Kompostbehälter können leicht mit etwas handwerklichem Geschick und Aufwand selbst hergestellt werden. Fachgerechte Einfassungen bauen Sie aus Holz und verzinktem Maschendraht, aus Baustahlgittern oder aus versetzt zusammengefügten Ziegel- oder Lochsteinen.
Kompost als Zugabe eignet sich für alle Pflanzen im Garten, aber auch für Topfpflanzen.
Zum Mulchen können Sie schon nach etwa 4 Monaten angerotteten Kompost verwenden.
Junger Kompost besitzt seine ganzen Nährstoffe und kommt in seiner Wirkung dem Stallmist gleich.
Kompost sollte nur flach in den Boden eingearbeitet werden.
Reife Komposterde regelmäßig in kleinen Gaben im Gemüsegarten, zwischen Stauden, unter Beerensträuchern, Obstbäumen und Gehölzen ausbringen und leicht in die Bodenkrume einhacken.
Weitere Fragen zur Kompostierung an:
Landratsamt Coburg / Abfallberatung Tel. 09561 / 514-268
oder
Das Gartentelefon (Amt für Landwirtschaft) 09561/ 19709
