Das Coburger Land ...
 ganz persönlich

Teaser Nun ist es amtlich: Die Stromtrassenvarianten P44 und P44mod werden definitiv nicht gebaut!

Per Mail aus dem Bayer. Wirtschaftsministerium erhielt Landrat Sebastian Straubel heute Morgen die erfreuliche Nachricht.
„Staatsminister Aiwanger hat in den Verhandlungen mit dem Bund sowie den ebenfalls betroffenen Ländern Hessen und Thüringen erreicht: Weder die P44 noch eine der in der Vergangenheit unter dem Namen P44mod diskutierten Alternativen wird umgesetzt", teilt die Taskforce Netzausbau aus dem Wirtschaftsministerium mit.
Auch der Ministerrat der Bayer. Staatsregierung hat dies soeben in seiner Sitzung vom 04.06.2019 bestätigt.
(siehe https://www.bayern.de/service/presse-2/ministerratsberichte/)

Damit bleibt das Coburger Land von einer weiteren Stromtrasse verschont.
„Das ist eine sehr gute Nachricht für die gesamte Region", freut sich Landrat Straubel, „die umfangreichen Aktionen, Protestmärsche, Kundgebungen, Stellungnahmen in den Konsultationsverfahren zu den verschiedenen Netzentwicklungsplänen, Reisen zu den Ministerien in Berlin und München, Gespräche mit Fachleuten, Politikern und Ministern im Schulterschluss mit allen Städten und Gemeinden und den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Region haben Wirkung gezeigt und zum Erfolg geführt."

Die Region befasst sich schon seit langem mit der Thematik Stromtrassen durch unsere Heimat. Der Kreistag Coburg hat bereits im Jahr 2006 den Grundsatzbeschluss gefasst, den Neubau einer 380 kv-Leitung durch das Coburger Land abzulehnen. Letztlich hat die Region trotzdem ihren Beitrag leisten müssen. Im Jahr 2015 ist die Thüringer Strombrücke, mit enormen Natur- und Landschaftseingriffen, in Betrieb gegangen.
Damit und im Zusammenhang mit weiteren großen Infrastrukturvorhaben, da waren sich alle Beteiligten vor Ort einig, war der Beitrag der Region mehr als erfüllt.

Neuerliche Vorhaben der Netzbetreiber und des Bundeswirtschaftsministeriums wurden nicht nur durch Gremienbeschlüsse abgelehnt, sondern es bildete sich eine breite Protestwelle, die auch bei Bundeswirtschaftsminister Altmaier während seines Besuchs vor Ort im November 2018 angekommen ist.

„Eine hervorragende Botschaft für die Region, denn von uns sind Belastungen genommen, gleichzeitig wird aber weiterhin die Versorgungssicherheit, die wir ebenfalls dringend brauchen für unsere Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet", stellt der Landrat fest "und eines ist dabei ganz wichtig, nämlich festzustellen, dass dieser Erfolg nur durch eine großartige Gemeinschaftsleitung aller Beteiligten gelingen konnte. Ich danke den Mitstreitern vor Ort, der Stadt Coburg, den Kreis- Stadt- und Gemeindegremien mit den jeweiligen Bürgermeistern an der Spitze, den Abgeordneten aus Bund und Land, die an unserer Seite gestanden und für unsere Heimat gekämpft haben und den Menschen, die protestiert haben, Postkarten ausgefüllt haben und auf die Straße gegangen sind - laut und friedlich. Das gemeinsame Arbeiten hat zu einem Erfolg geführt."

Mailtext

Sehr geehrte Frau Landrätin,
sehr geehrter Herr Landrat,

Herr Staatsminister Aiwanger hat in Verhandlungen mit dem Bund sowie den ebenfalls betroffenen Ländern Hessen und Thüringen folgenden Stand für die umstrittenen Netzausbauprojekte in Bayern erreicht:

Demnach wird weder die P44 (von Altenfeld in Thüringen nach Grafenrheinfeld, bisher nicht gesetzlich festgeschrieben) noch einer der in der Vergangenheit unter dem Namen P44mod diskutierten Alternativen umgesetzt. Eine seit Jahren bestehende Forderung der Bayerischen Staatsregierung sowie der Mandatsträger und der Bevölkerung aus der Region kann somit erfüllt werden.

Der SuedOstLink wird anstatt mit Leerrohren von Anfang an mit innovativen 525 kV- anstelle der 320kV-Kabeltechnologie umgesetzt. Damit ist eine – weiteren Netzausbau an anderer Stelle vermeidende – Erhöhung der Übertragungsleistung auf 4 GW ohne eine Verbreiterung der Trasse möglich. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wird in diesem Zusammenhang sicherstellen, dass die Bundesnetzagentur eine ernsthafte und detaillierte Prüfung der Frage einer möglichen Bündelung des SuedOstLinks mit dem Verlauf der Bundesautobahn A93 vornimmt.

Die P43 wird in ihrer ursprünglichen Form von Mecklar in Hessen nach Grafenrheinfeld gebaut, wobei die Umsetzung so weit wie möglich als Erdkabel erfolgt. Die Umsetzung einer alternativen Trassenführung komplett in Hessen (vorgeschlagen unter dem Namen P43mod) konnte in den Verhandlungen nicht durchgesetzt werden. Sie wäre länger und elektrotechnisch weniger wirksam gewesen, hätte teils auf einer zweiten Mastreihe entlang einer Bestandstrasse durch das enge Main-Kinzig-Tal und durch deutlich dichter besiedeltes Gebiet geführt werden müssen.

Darüber hinaus konnte bei den Verhandlungen die Möglichkeit zur abschnittsweisen Erdverkabelung auch bei den noch am Anfang der Planung stehenden Projekten Pirach-Pleinting (Raum Passau, Altötting) (P112, Nr. 32 der Anlage zum Bundesbedarfsplangesetz) sowie von Raitersaich bei Nürnberg nach Altheim bei Landshut (P53, Nr. 41 der Anlage zum Bundesbedarfsplangesetz) erreicht werden. Die gesetzliche Schaffung von Erdkabelmöglichkeiten im Drehstrombereich bei Projekten, deren Genehmigungsverfahren bereits weit fortgeschritten sind, lehnt der Bund jedoch aufgrund befürchteter erheblicher zeitlicher Verzögerungen auch nach letzten Verhandlungen vehement ab.

Im Ergebnis kann so eine erhebliche Entlastung von ganz Unterfranken und insbesondere vom besonders beanspruchten Netzknotenpunkt Grafenrheinfeld gegenüber den ursprünglichen Planungen erreicht werden.
Die Möglichkeit der Erdverkabelung bei künftigen Projekten im Drehstrombereich sowie der Einsatz neuer Technologien beim SuedOstLink ermöglichen zudem, den zwingend für die weitere Umsetzung der Energie erforderlichen Ausbau des Übertragungsnetzes so minimal wie nötig und so bürgerfreundlich und landschaftsverträglich wie möglich auszugestalten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Taskforce Netzausbau Bayern
Bayerisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Prinzregentenstraße 28
80538 München
www.taskforce-netzausbau.bayern.de

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